30.04.2011 – JesusNight Hassloch

Heute sind wir in Hassloch bei der JesusNight. Ziemlich cooles Festival in einer Skaterhalle. Ziemlich uncool ist allerdings, dass wir unseren hübschen Nightliner nicht direkt an der Location abstellen können, sondern (warum weiß irgendwie keiner) 5km entfernt bei einem Reiterhof parken müssen.

Wir packen unsere Sachen und werden mit einem Shuttle-Service zur Halle gefahren. Vor Ort gibt’s cooles Zeugs. Als PA kommt ein Melodie Line Array von Meyer Sound zum Einsatz. Das Tonpult ist ein Soundcraft Vi 4. Auch lichttechnisch gibt’s einiges zu bieten: Einen Haufen Martin Macs und eine Grand MA Fullsize erwarten uns. Leider trifft die Vorprogrammierung der örtlichen Crew so ganz und gar nicht meinen Geschmack, weshalb dann doch noch ein erhöhter Kraftaufwand nötig ist, um eine ordentliche Belegung in die Grand MA reinzuhacken. Zum Glück spielen meine Jungs heute ein Worship Set, da ist dann das Licht eher ruhiger und schlichter und für mich nicht so viel Aufwand zum programmieren.

Nachdem Freequency, Scarlet Drop und Sacrety die Skaterhalle heftig gerockt haben, holt uns auch schon Marcel (unser Nightliner-Fahrer) ab und wir brechen die letzte Reise der Tour nach Leonberg an.

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29.04.2011 – J-Rock-Night Kupferzell

Heute klingelt der Wecker schon um 8 Uhr, den ein großes Festival liegt vor uns. Neben den drei Bands der Tour spielen noch 5 weitere Bands über unsere Tourtechnik. Das heißt für uns viel Arbeit. Dafür ist die Backstage Verpflegung wieder mal erste Sahne! Erwartungsgemäß geht der Aufbau wieder superschnell und völlig problemlos. So macht das Spaß. Die Routine die sich in der letzten Woche entwickelt hat, ist wirklich beeindruckend.

Nice ist auch, dass immer mehr Musiker die Lichttechnik für sich entdecken. Der Matze, der Christoph und der Benni machen ihren Job als Lichttechniker hervorragend. So wird immerhin ein Viertel der J-Rock-Night von Scarety Musikern beleuchtet.

Das Publikum ist gut drauf und unsere drei Bands rocken die Halle. Nachdem um 0:30 Uhr die letzte Band (Run Kid Run aus den USA) ihr Set gespielt hat, beginnt für uns der Abbau. Zum letzten Mal auf dieser Tour bauen wir unsere eigene Technik ab und sitzen 90 Minuten nachdem der letzte Ton von Run Kid Run verklungen ist im Nightliner und lassen den Tag gemütlich ausklingen.

Zumindest ich bin sehr erleichtert, dass mit der Technik alles so reibungslos funktioniert hat. Eine Woche lang Tour ohne nennenswerte Ausfälle, bzw. Ausfälle die direkt mit unserer “mobilen Werkstatt” repariert werden konnten.

Morgen geht’s weiter zur letzten Etappe der Tour nach Hassloch zur Jesusnight. Dort wird die Technik vom Veranstalter gestellt.

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28.04.2011 – Brenz

Heute führt uns unsere Reise nach Brenz, zum ersten Open Air auf dieser Tour. In einer traumhaft hübschen Location bauen wir unser Equipment auf und schaffen sogar eine neue Rekord-Aufbauzeit von gerade einmal 1:30 Stunden. Die anschließenden Soundchecks verlaufen ebenso entspannt wie der Aufbau. Leider mussten wir feststellen, das sich einer unserer Subwoofer verabschiedet hat… Tja an wem wohl’s liegt? Ich tippe ja auf den Schaible mit seinem Bums. Ist aber nicht so schlimm, wir sind ja flexibel. Ab jetzt rocken wir mit drei Subwoofern.

Da auch in Brenz nur die drei Tourbands am Start sind, haben wir nicht viel zu tun und können den Nachmittag genießen. Nach drei fetten Auftritten bauen wir ruck zuck ab und machen uns auf den Weg nach Kupferzell wo es morgen mit der J-Rock-Night weitergeht.

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27.04.2011 – Dornbirn (AT)

Nachdem wir die Nacht durchgefahren sind, befinden wir uns heute Morgen in Österreich. Frisch ausgeschlafen starten wir in den Tag, laden die Technik aus und beginnen mit dem Aufbau. Langsam merkt man die Routine. Innerhalb kürzester Zeit steht die Technik.

Leider gibt’s heute kleine Schwierigkeiten mit dem Strom. Unser Bus benötigt im Normalfall drei Stromanschlüsse, einmal für Türen und Licht, einmal für Laptops, Kaffeemaschine, Playstation, DVD und so weiter und dann noch einen 32A Starkstromanschluss für die Klimaanlage. Heute müssen wir auf den Starkstrom und somit auch die Klimaanlage verzichten. Was sich im ersten Moment als Luxusproblem anhört, ist dann in der Realität doch krasser als zunächst gedacht.

Es lässt sich wohl nur erahnen, wie ein luftdicht verschlossenen Bus, der ohne Lüftung (Klimaanlage) in der Sonne steht, duftet. Ganz besonders dann, wenn noch um die 10 Leute im Bus chillen und ein Mittagsschläfchen halten.

Um 18 Uhr geht’s dann los mit Sacrety, gefolgt von Scarlet Drop und schließlich Freequency. Obwohl nur 80 Leute da sind, eskalieren die Schluchtis komplett und gehen ab, wie es wohl keine Crowd mit 500 Leute schafft. Unglaublich. Nachdem dann die 5. Zugabe von Freequency verklungen ist, und sich die Menge langsam beruhigt hat, bauen wir fix ab und starten wieder Richtung Deutschland.

Die letzten Tage ging es hier viel um technische Details. Heute geht es eher um die kreativen Sachen, nämlich das Lichtdesign.

Entscheidendes Limit für die Planung war das Transportvolumen. Für die komplette Technik und die Backline der Bands steht uns nur ein etwas größerer PKW Anhänger zur Verfügung, der an den Nightliner angehängt ist.

Die klassische Lösung mit einer Backtruss und zwei dicken Stativen wäre zwar am einfachsten gewesen, allerdings Platz- und Gewichtsmäßig absolut nicht denkbar und auch nicht wirklich kreativ.

Das Lichtdesign ist so konzipiert, das relativ viele verschiedene kleine Scheinwerfer zum Einsatz kommen, die in drei Ebenen auf der Bühne verteilt sind. Durch die drei Ebenen in der Tiefe und vier Ebenen in der Höhe wirken auch kleine Bühnen optisch unglaubliche tief und hoch. Durch die Vielfalt der verschiedenen Scheinwerferarten kann trotz des sehr knappen Ladevolumen eine abwechslungsreiche und stimmungsvolle Lichtshow umgesetzt werden.

Ein wichtiges, wenn nicht sogar zentrales Element des Lichtdesigns sind die LIGHTsticks die 2010 von LIGHTon Eventtechnik konzipiert und entwickelt wurden. Die LIGHTsticks sind kompakte lineare LED RGBW Leuchten und können hervorragend als Kontrast zu gewöhnlichen Leuchten eingesetzt werden. Wir nutzen bei der Tour die LIGHTsticks zum einen als Kontrast zu den Moving-Heads und den StagePaint LED Scheinwerfer, sowie als Effektlicht und Element um niedrige Raumhöhen optisch zu strecken. Außerdem ersetzen sie bei uns die konventionellen Stroboskope.

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26.04.2011 – Sacrety CD Release Party, Oberndorf

Tag drei der Tour beginnt extrem entspannend, erst um 10 Uhr klingelt der Wecker. Nach einen fantastischen Frühstück von Mama und Papa Häckel sind wir nach knapp 2 Stunden fertig mit dem Aufbau. Da heute nur die drei Bands der Tour auftreten und die meisten Presets unserer Mischpulte programmiert sind, können wir einen relativ gechillten Nachmittag genießen.

Unser kleines Sorgenkind (die Nebelmaschine), hat sich über Nacht erholt und funktioniert wieder einwandfrei. Gestern hatte das Gerätchen noch ein paar Zicken gemacht, wohl wegen zu wenig Nebelfluid…

Da das hier ja ein Technik Tour Blog ist, gibt es auch heute wieder ein paar Infos zu unserer Technik. Wie gestern schon geschrieben sind wir mit 30 Scheinwerfern unterwegs, die alle mit Signal- und Stromkabeln verkabelt werden müssen. Um den Aufbau zu vereinfachen, setzen wir auf zwei 4-kanal DMX Splitter und eine Menge Hybridkabel, das sind Kabel bei denen eine Strom- und Datenleitung in einem Kabel vereint sind.

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Das Lichtdesign sieht sechs Stative in drei Ebenen auf der Bühne vor. Normalerweise müssten alle Scheinwerfer in einer langen Kette verkabelt werden. Dank dem “tour-optimierten” Setup (DMX Splitter & Hybridkabel) geht jetzt nur noch ein einziges Kabel zu jedem der sechs Stative. Das spart Kabel und vorallem Zeit.

Hier gibt’s wieder ein paar brandaktuelle Bilder:

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25.04.2011 – kaROCKe

Nach unserer ersten Nacht im Nightliner ging es heute schon um 7 Uhr los. Dank den vielen Helfern hatten wir unsere Technik schnell ausgeladen und in die Halle gebracht. Heute kam zum ersten Mal auf dieser Tour unsere eigene Technik zum Einsatz, dementsprechend spannend war natürlich, ob auch an alles gedacht wurde.

Der Aufbau erweist sich als noch entspannter als erwartet. Die ausgiebigen Planungen der letzten Wochen haben sich gelohnt. Auch die speziell für diese Tour angefertigten Hybrid-Kabelsätze erleichtern die Arbeit ungemein. Nach gerade einmal 2 Stunden war die komplette Technik aufgebaut.

Insgesamt sind wir mit 30 Scheinwerfern unterwegs. 6 Moving Heads, 12 LIGHTon LIGHTsticks, 8 Stage Paints und 4 Striplights + noch ein paar Stufen für die Frontbeleuchtung.

Hier noch ein paar Bilder vom heutigen Tag

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24.04.2011 – Die Tour beginnt…

Das lange Vorbereiten hat nun endlich ein Ende. Heute um 14 Uhr war es nun soweit, die Farewell Tour von Freequency zusammen mit Sacrety und Scarlet Drop hat begonnen.
Eine Woche lang sind wir nun in Süddeutschland und Österreich unterwegs.

Das erste Highlight der Tour hat nicht lange auf sich warten lassen, denn wir haben tatsächlich die komplette Technik in unseren Anhänger geladen bekommen. Immerhin die komplette PA (wir sind mit TW Audio unterwegs), das iLive-T und über 30 Lampen. Nähere Details zur Technik folgen in den nächsten Tagen…

Die erste Etappe unserer Tour führte uns nach Heimsheim. Hier war die komplette Technik schon vor Ort, so dass wir Techniker einen eher ruhigen Nachmittag hatten. Morgen geht’s weiter nach Grafenberg zum kaROCKe Festival. Da hier zum ersten Mal die komplette Tourtechnik zum Einsatz kommt, sind wir sehr gespannt, ob wir nichts vergessen haben.

Anbei die ersten Bilder von der Tour und unserem fahrenden Hotel.

 

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