Nachdem wir die Nacht durchgefahren sind, befinden wir uns heute Morgen in Österreich. Frisch ausgeschlafen starten wir in den Tag, laden die Technik aus und beginnen mit dem Aufbau. Langsam merkt man die Routine. Innerhalb kürzester Zeit steht die Technik.
Leider gibt’s heute kleine Schwierigkeiten mit dem Strom. Unser Bus benötigt im Normalfall drei Stromanschlüsse, einmal für Türen und Licht, einmal für Laptops, Kaffeemaschine, Playstation, DVD und so weiter und dann noch einen 32A Starkstromanschluss für die Klimaanlage. Heute müssen wir auf den Starkstrom und somit auch die Klimaanlage verzichten. Was sich im ersten Moment als Luxusproblem anhört, ist dann in der Realität doch krasser als zunächst gedacht.
Es lässt sich wohl nur erahnen, wie ein luftdicht verschlossenen Bus, der ohne Lüftung (Klimaanlage) in der Sonne steht, duftet. Ganz besonders dann, wenn noch um die 10 Leute im Bus chillen und ein Mittagsschläfchen halten.
Um 18 Uhr geht’s dann los mit Sacrety, gefolgt von Scarlet Drop und schließlich Freequency. Obwohl nur 80 Leute da sind, eskalieren die Schluchtis komplett und gehen ab, wie es wohl keine Crowd mit 500 Leute schafft. Unglaublich. Nachdem dann die 5. Zugabe von Freequency verklungen ist, und sich die Menge langsam beruhigt hat, bauen wir fix ab und starten wieder Richtung Deutschland.
Die letzten Tage ging es hier viel um technische Details. Heute geht es eher um die kreativen Sachen, nämlich das Lichtdesign.
Entscheidendes Limit für die Planung war das Transportvolumen. Für die komplette Technik und die Backline der Bands steht uns nur ein etwas größerer PKW Anhänger zur Verfügung, der an den Nightliner angehängt ist.
Die klassische Lösung mit einer Backtruss und zwei dicken Stativen wäre zwar am einfachsten gewesen, allerdings Platz- und Gewichtsmäßig absolut nicht denkbar und auch nicht wirklich kreativ.
Das Lichtdesign ist so konzipiert, das relativ viele verschiedene kleine Scheinwerfer zum Einsatz kommen, die in drei Ebenen auf der Bühne verteilt sind. Durch die drei Ebenen in der Tiefe und vier Ebenen in der Höhe wirken auch kleine Bühnen optisch unglaubliche tief und hoch. Durch die Vielfalt der verschiedenen Scheinwerferarten kann trotz des sehr knappen Ladevolumen eine abwechslungsreiche und stimmungsvolle Lichtshow umgesetzt werden.
Ein wichtiges, wenn nicht sogar zentrales Element des Lichtdesigns sind die LIGHTsticks die 2010 von LIGHTon Eventtechnik konzipiert und entwickelt wurden. Die LIGHTsticks sind kompakte lineare LED RGBW Leuchten und können hervorragend als Kontrast zu gewöhnlichen Leuchten eingesetzt werden. Wir nutzen bei der Tour die LIGHTsticks zum einen als Kontrast zu den Moving-Heads und den StagePaint LED Scheinwerfer, sowie als Effektlicht und Element um niedrige Raumhöhen optisch zu strecken. Außerdem ersetzen sie bei uns die konventionellen Stroboskope.